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Auf das Turnier in Wangen waren wir echt gespannt. Nach jahrelanger Abwesenheit trieb uns die Neugier ins Allgäu. Wir wollten den neuen Platz sehen und natürlich auch die Vereinsmitglieder mal wieder treffen.

 

Vor Ort hatten wir einen klasse Platz zum Campen. Wir standen in einer Nische, Luftlinie 50 Meter vom alten Vereinsplatz entfernt.  

 

Bei der Anreise am Freitag und am Samstag hatten wir super Wetter. Zudem gab es in unmittelbarer Nähe zum Platz einen sensationellen Einstieg ins Flüsschen Arge. Alle gemeinsam waren wir mehrfach zum Abkühlen am Fluß. Besonders Bifi ist geschwommen wie ein Fisch, Pepper durfte kneipen und Jim hat mit Todesverachtung die eine oder andere Flußdurchquerung hinter sich gebracht. Nicole hatte natürlich ihren besonderen Spaß.

 

Sportlich begann das Ganze mit Jim. Im A-Lauf traf er einen sehr schnellen Slalomeingang nicht und warf eine Stange. Mit zwei Fehlern belegte er   Platz 5.

 

Im Jumping hat es deutlich besser funktioniert. Trotz einigen, recht gewagten Wechseln, lief er fast schon wie auf Schienen, meisterte einen schweren Slalomeingang und brachte seinen ersten Nuller ins Ziel. Damit belegte er hinter Erwin aus Österreich Platz 2. Wir waren sau stolz auf den kleinen Mann.

 

Bei Bifi lief es weniger gut. Auf jeden Fall erscheint der Turniertag nicht in seiner Leistungskarte.

 

Am Sonntag war leider typisches Wangen-Wetter. Es hatte schon in der Nacht angefangen, wie aus Kübeln zu schütten. Morgens hatte es zwar nahezu aufgehört zu regnen, es stand aber alles, incl. dem Turnierplatz, teilweise zentimeterhoch und Wasser. Aus dem Grund hatte Nicole beschlossen, Bifi zumindestens morgens im A-Lauf nicht laufen zu lassen. Schließlich stand der Swiss Cup unmittelbar bevor und sie wollte keine Verletzung riskieren. Dazu aber nachher mehr.

 

Nachdem wirklich reichlich Hunde gelaufen waren und jeder der Hundeführer sagte, dass der Platz, trotz reichlich Wasser, sehr guten Grip hat, beschloß Nicole die nächsten Läufe mit Jim und Bifi zu machen. Im Nachhinein betrachtet war das auch die richtige Entscheidung. Die Hunde hatten tatsächlich super "Bodenkontakt" und hatten keine Probleme mit dem Geläuf.

 

Jim durfte somit im A-Lauf ran. Es war eine, im wahrsten Sinne des Wortes, sehr schnelle Dis. Nach dem Start ging es schnurgerade nach einem zweiten Sprung über den Steg. Eigentlich wäre es dann rechts weitergegangen und nicht geradeaus weiter ins Tunnel. Jim war in seiner Euphorie aber nicht zu bremsen und rannte wie von der Tarantel gestochen ins Dis. 

 

Im Jumping gab er wieder alles. Den wirklich nicht einfachen Parcour, incl. schwerem Slalomeingang, meisterte er mit bravour und kam wieder mit Null Fehlern ins Ziel. Auch dieses mal wurde er ganz knapp geschlagen und belegte Platz 2. Aber egal, es waren zwei fehlerfreie Läufe an einem Wochenende.

 

Bifi durfte im Jumping noch ran. Da er ja im A-Lauf pausieren mußte, war er natürlich mit Feuereifer dabei. Er gab wirklich alles und wurde vom Fraule fast noch über den Haufen gerannt. Der geplante blinde Wechsel nach einem Tunnel wurde einfach zu eng. Um einen Crash zu vermeiden, machte Nicole, genau in dem Augenblick an dem Bifi aus dem Tunnel kam, einen beherzten Sprung am Tunnelloch vorbei, Bifi zog den Kopf erschrocken ein und es ging alles gut. Die letzten zwei Sprünge waren kein Problem mehr und Bifi kam mit Null ins Ziel.  Zu allem Überfluß gewann er den Lauf auch noch.

 

Jetzt noch zur vermiedenen Verletzung. Hat bestens geklappt, Bifi hat sich im Parcour nicht verletzt. Er hatte allerdings bereits am Freitag unter dem Wohnwagen seinen Spaß mit einem Gummigitterball. Mit dem beschäftigte er sich über einen längeren Zeitraum unbemerkt. Als ich ihm letztendlich den Ball abgenommen hatte, bestand der nur noch aus der Hälfte. Trotz intersiver Suche konnte ich nur noch ein paar Kleinteile vom Ball finden. Somit gabs für Bifi zum Abendessen Sauerkraut. Das hat er im Laufe der Nacht auch mit viel Gummi wieder von sich gegeben.

 

Da er sich das ganze Wochenende und auch am Montag völlig normal benommen hatte, war die Sache für uns eigentlich schon erledigt. Da er sich am Dienstag aber nach jedem Fressen erbrochen hat, wurde uns doch komisch. Bei einem Telefonat mit dem Tierarzt wurde angeraten, gleich in die Tierklinik zu fahren "Verdacht auf Darmverschluß".

 

Somit ab in die Tierklinik, röntgen und siehe da, ein Fremdkörper am Mageneingang. Der wurde am nächsten Tag entfernt. Leider klappte es endoskopisch nicht und Bifi mußte somit operiert werden. Er verbrachte noch einen Tag zur Überwachung in der Klinik und durfte am Donnerstag wieder heim. 

 

Als wir ihn abgeholt haben, war er sichtlich stinkig mit uns. Schließlich  hatten wir ihn noch nie einfach so bei "Fremden" zurückgelassen. Die OP selbst hat er  sehr gut überstanden und Wunder über Wunder, der Fremdkörper war ein größerer Teil des Gitterballs.

 

Seit dem Tag gibt es bei uns keine Gitterbälle mehr.

 

Hier noch einige Videos  und zwei kleine Bildchen

 

Designed am 03.11.2009

Kimbohne, Pepper, Bifi und Jim Lee

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