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Bifi wird ganz langsam "erwachsen"

 

 

 

Nachdem der Waffenstillstandsvertrag zwischen Kim und Bifi eingehalten wurde,  sind wir mutiger geworden und haben alle 3 Hunde ohne Boxenhaft für Bifi für eine kurze Weile alleine zuhause gelassen. Bifi war doch sehr verwundert, als er nicht in seine Box mußte sondern einfach so herumliegen durfte.

 

Ganz wohl war uns bei der Sache nicht, aber irgendwann mußten wir es ja schließlich testen. Als wir wieder nach Hause kamen, hatten wir uns schon auf einiges vorbereitet aber nichts war der Fall. Die drei haben uns völlig unverletzt freudig an der Türe empfangen. Test geglückt und somit nie wieder Box für Bifi.

 

Auf dem Hundeplatz begann für Bifi so langsam der Ernst des Lebens. Immer mit vollem Einsatz dabei, lernte er so tolle Sachen wie Fuß laufen. Die ganze Unterordnung hat ihm offensichtlich gefallen, vermutlich aber immer mit dem Gedanken, dass er anschließend bestimmt noch einen Tunnel und ein paar Hürden zu sehen bekommt. Anscheinend war es auch viel spannender, nicht nur zwischen den blöden Auslegern durchzulaufen, sondern zwischenzeitlich wie die Großen springen zu dürfen. Die Kontakzonen bekam er auch zu sehen. Allerdings nur von einer Seite, nämlich dem Abgang. Da ihm das ständige Stehen an der Zone langweilig wurde, beschloß er, alles richtig zu machen um auch mal die andere Seite der Geräte zu sehen.

 

Irgendwann schaute er sich den Steg an, lief mal selbstständig los um am Abgang doch tatsächlich wie gelernt, stehen zu bleiben. Das war dann der Beginn fürs Stegtraining. Somit wurde das Agitraining immer umfangreicher und auch zeitraubender. Bis er, Kim und Pepper Gassi gegangen und bespaßt sind, vergehen mittlerweile immer wieder ruck zuck 2-3 Stunden.

 

Irgendwann kam dann der Tag, an dem seine Hormone begannen, ihn etwas zu verwirren. Training auf dem Platz war plötzlich nicht mehr so spannend, dafür zeigte er reges Interesse an den verschiedensten Auto- und Lkw-Marken, die auf der 150 Meter von unserem Platz liegenden Autobahn vorbeifuhren. Die Kim hat natürlich auch ihren Teil zu seinem neuen Interessengebiet beigetragen. Schließlich mußte sie ihrem neuen Kumpel ja mal zeigen, dass man Traktoren die direkt am Zaun vorbeifahren auch jagen kann.

 

Die andere Hormonseite war natürlich die, dass er bemerkte dass es Hunde gibt, die anderst aber trotzdem toll riechen. Somit beschloß er, sich jeden Tag aufs neue zu verlieben. Um bei anderen Hunden nicht als unerfahren rüberzukommen, versuchte er sich im Liebeswerben bei der Kim. Sie hat es bis zu einem gewissen Grad geduldet, dass er um sie "rumgegockelt" ist. Als er aber versucht hat, aus seinem Liebeswerben ein Liebesspiel zu machen, war die Sache für Kim gegessen. In einem recht lauten 10-Sekunden Gespräch hat sie ihm unmißverständlich klar gemacht, dass man mit alten Frauen solche Spiele nicht spielt. Glaubt mir, er hat das Gespräch sehr gut verstanden.

 

Mittlerweile hat er bemerkt, dass das Training doch deutlich spassiger ist als die blöde Autobahn und ist wieder mit Feuereifer dabei. Die ganzen anfänglichen Probleme haben sich in Wohlgefallen aufgelöst. Unsere Drei liegen seit langer Zeit Hintern an Hintern völlig entspannt auf dem Sofa herum, alle riechen gemeinsam an den gleichen Blümchen und machen einen auf dicken Kumpel.

 

Wenn wir an die Anfangszeit zurückdenken, können wir heute nur noch lachen. 

Designed am 03.11.2009

Kimbohne, Pepper, Bifi und Jim Lee

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